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Kata Tjuta

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Wie so oft, gibt es neben den berühmten die unbekannten, aber vielleicht spannenderen Orte. Kata Tjuta ist ein Bergmassiv 50 km von Uluru entfernt. Die hiesigen Aborigionals sind Jahrtausende zwischen den beiden Bergen hin und her nomadisiert, immer auf der Suche nach Nahrung und neuen Geschichten für ihre Traumzeit.
Wir sind hier einsam gewandert und geklettert. Okay, es gibt ein Foto von uns beiden vor Landschaft, das hat Skippy gemacht, das rote Riesenkänguruh, dass sich Wanderern zuweilen als Scout anbietet.

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Sonst ist hier kaum jemand. Alle paar Kilometer haben Ranger kleine Hütten mit Trinkwasser positioniert. Wir hatten genug Wasser mitgeschleppt.
Just an so einer Hütte drehte Skippy plötzlich sein Gesäß in den Wind und erstarrte. Kurz darauf kamen die Sturzfluten.
Der gemeine Mtteleuropäer ist gemeinhin zu ungedudig, man sollte solche Wetterereignisse einfach ausharren. Als das Wasser aber die Berge runterfloss und unser Trampelpfad zum Flüsschen wurde, mussten wir Skippy sich selbst überlassen und unser eigenes Fell retten. (Anmerk.: zurück in D Kommentar auf Globetrotter-Page posten, das Wüstenstiefel auch unter Wasser sicheren Halt bieten.)

Uluru

Northern Territories. Das rote Herz des Kontinents. Dürre. Flimmernde Hitze. Am Strassenrand statt der Kadaver überfahrener Kangooroos (QLD) die Leichen von am Hitzschlag verendeter Touristen. Kann sein.
Zu Weihnachten 2013 gibt es hier grüne Büschel, milde Temperaturen unter 30°, und eine Wolkendecke. Dank Klimawandel (?) gab`s hier neulich schon Wasser.
Dem Uluru tut das keinen Abbruch. Der ist in jeder Lage faszinierend, und immer sieht er anders aus. Im Sunset, ist er das letzte, was die Sonne anstrahlt, bevor sich diese aufmacht Richtung Europa, um dort den Schnee zu schmelzen… Rot ist Uluru übrigens nur außen (an der Luft rostet er), innen leider nur grau.

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Cairns

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Cairns Esplanade

Nachts hat es Unmengen geregnet, ohne dass man morgens viel davon gesehen hat. Unser letzter Tag in Queensland endet so wie der erste: Seafood essen. Fast, denn der Barramundi ist ein Kleinkind-großer, ungemein hässlicher, aber köstlicher Süßwasserfisch. Nicht nur den werden wir vermissen.

Daintree NP

Ausflug zwischen die Baumwipfel. Im Daintree NP kann man den ältesten Regenwald der Welt auf allen Ebenen durchlaufen. Ganz oben sind die Vögel, die noch fliegen können, ganz unten der Cassowary, der das nicht mehr kann. Muss er aber aufgrund seiner Größe von bis 2 Metern auch nicht mehr. Er setzt sich eh durch. Wobei, ganz so erfolgreich ist er auch wieder nicht, denn es gibt ihn nur hier und im Jurassic Park.

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Ansonsten gibt es im Regenwald neben dem ganzen hübschen, aber giftigen Vieh- und Pflanzenzeug immer auch: Regen.

Herbertson

Wenn man aus dem Outback kommt, dann „sind die Atherton Tablelands wie der Garten Eden“ (Zitat Reiseführer). Wenn man sich die vielen schrägen Tiere Australiens wegdenkt, und davon absieht, dass hier Wein, Bananen und Kaffee wächst, dann könnte man glauben, man sei im Schwarzwald.

In Herbertson gibt es das beste Freilichtmuseum.
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Für eine (weiße) Kultur, die noch keine 250 Jahre als ist, und erst seit gut 100 Jahren die Tablelands besiedelt hat, gibt es hier  eine eindrucksvolle Sammlung von Häusern und Krimskrams. Steht in keinem Reiseführer!

In der nahegelegenen Kaffeefabrik habe ich gelernt: Kaffee wächst zwischen den Tropics of Capricorn und CANCER (!).

„Fuel“

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“ Fuel“ ist das Zauberwort im Outback.
Wir verlassen Charters Towers, die alte Goldgräberstadt im Outback. Rund 400 km Bushland liegen vor uns. Wir wechseln uns alle 45 Minuten ab, die Monotonie, unterbrochen von 4 oder 5 Autos Gegenverkehr pro Stunde, schläfert einen zu schnell ein.
Es muss einer dieser schwachen Momente gewesen sein, der uns an der Tankstelle Old Roadhouse hat vorbeifahren lassen. Denn inzwischen wissen wir, dass man jede Tankstelle im Outback anfährt, egal wie viel Sprit man noch hat.
Am Ende hat es gereicht, weil wir irgendwo eine nicht registrierte Zapfsäule mit einem Schloss drauf gefunden haben. Und den Besitzer. „What can I do for you?“ – „Fuel“

Noch mehr Tiere…

Im Aquarium von Townsville haben wir eine Schwester unserer Meeresschildkröte getroffen. Und natürlich Haie. Und Fische, die aussehen, als wenn ein 3.-Klässler im Kunstunterricht seinen Malkasten ausgenutzt hat.

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Und natürlich sie, die Qualle aller Quallen. Die dafür verantwortlich ist, dass wir von nun an nicht mehr ins Meer gehen. Und dass jeder im Notfall immer weiss, wo es für seinen Salat etwas Essig gibt.

Tiere

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Turtle track

Alle lieben die Koalas. Unser Lieblingstier ist aber … die gigantische Super-Meeres-Schildkröte! In der Nacht, in der wir in Cape Hillsborough am Strand geschlafen haben, ist sie aus dem Meer aufgestiegen und hat ihre Eier 10 Meter entfernt eingebuddelt. Dabei hat sie eine Autobahn-ähnliche Spur im Sand hinterlassen.
Silke und die Roos und die Locals waren ganz fasziniert. In 55 Tagen schlüpfen die Babies und sorgen am Strand für einen Protein-Kick bei den Räubern. Wir sind dann leider weg.
Übrigens, unsere 2.-liebsten Tiere sind die Bats.

Yeppoon

Wir sind Australier.
Australier ist man, wenn man bei Sonnenaufgang aufsteht. Da Queensland eben QLD ist, hat man auch seine eigene Zeit. Die Sonne geht um 5:30 auf, und um 9:00 ist es für das meiste zu heiß.
Man ist also um 6:00 in der Dusche nicht mit einigen an präseniler Bettflucht leidenden Senioren konfrontiert, sondern mit der Gesamtbevölkerung.

Yeppoon

Wir haben in Rockhampton den Tropic of Capricorn überschritten und damit die Tropen erreicht. Bis heute bohrt noch die Frage in mir, wie denn der andere Wendekreis (der des Krebses) auf englisch heißt. nicht Cancer, und auch nicht Crab. Dies macht deutlich, dass das Internet als Quelle der Recherche selten nutzbar ist, und dass man dann mit jedem MB geizt.
In Yeppoon haben wir nicht nur morgens um 5:30 im Ozean geschwommen. Wir sind auch – um gut und lecker Fisch zu essen – kurzerhand als Gast in den lokalen Yachtclub eingetreten. Der hat das beste (einzige?) Fischrestaurant im Ort.

Moore Park Beach

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12. Dezember. Eines ist mal klar: Unser Toyota Hiace ist dicht. Auf unserem Weg nordwärts Richtung Tropen regnet es heftig, und einen Tag lang ohne Pause.
Der Pessimist sagt: Schlechtes Wetter. Der Optimist: Ein guter Tag, um ordentlich Strecke zu machen.
Der Weg führt zig Kilometer durch Eukalyptus-Wälder, in denen sich Koala-Bären erfolgreich verstecken. Der Geruch ist hier so intensiv, dass man bei geschlossenem Fahrzeug allein durch die Klima-Anlage das Gefühl vermittelt bekommt, man würde in einer Packung Hustenbonbons eingeschlossen ein. Fazinierend, und ganz umsonst.
Ach ja, AJ hat das erste nennenswerte Vieh gesichtet (Vögel zählen nicht), nämlich einen Dingo. Damit ist der Animal-Badge vergeben.

Noosa

Man kann sich daran gewöhnen, auf dem Kopf zu schlafen. Es ist halbwegs akzeptabel, dass die Sonne nach dem Aufgang im Osten nach Norden zieht. Und dass der Strudel im Ablauf irgendwie anders rum läuft. Aber Linksverkehr ist echt widernatürlich.

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Am Ende kommt man dann doch an, in Noosa.
Wir haben x-mal den Atlantik überquert und habe an vielen tollen Küsten jenes wild-romantischen, kalten Ozeans gebadet. Aber der Pazifik, Badewannen-warm und mit seinen Haifischnetzen draußen vor der Bucht, hat was Spezielles. Man kann verstehen, dass die Aussies tagtäglich ihr irdisches Dasein riskieren (Mörderwellen, Meerungeheuer) um zumindest beim Surfen weltweit ganz weit vorne zu sein.

Brisbane

Es ist heiß in Brisbane.
In der S-Bahn vom Flughafen in die Stadt gibt es free Wlan. Das will ich auch in Hamburg haben.
Ansonsten sind die Australier nett, aber nicht zu nett. Heißt: Man muss nicht gleichen mit jedem ewig quatschen.
Wir rätseln, warum jeder fragt (auch in den folgenden Tagen), wie lange wir schon in Australien sind, aber niemand fragt, woher wir kommen. Beliebteste Hypothese: Es interessiert niemanden.
Ansonsten: Brisbane ist cool, ein bisschen wie Vancouver in klein und warm.
– In unserem Appartement hatten wir bodentiefe Fenster, das ist wichtig.

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Singapur

Also war unser Stopp in Asien nur kurz. Singapore Airlines hat uns das mit Hotel, Essen und Taxi versüßt.

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Nach ein paar Stunden sind wir sicher: Nirgends auf der Welt ist die Vorweihnachtszeit so anmutig wie in der alten Piratenmetropole mit dem Kaugummiverbot. Egal in welchem ethnischen Viertel, überall schallt es amerikanische Xmas-Lieder aus den Lautsprechern. Wir sind sicher: Weihnachtsshopping im London, New York oder Toronto waren gestern.

Frankfurt

A380 mit neuer Benzinpumpe
A380 mit neuer Benzinpumpe

Wenn man 14 Flüge vor sich hat, ist man darauf eingestellt, dass was schief geht. Vorweg: Unsere Koffer, die wir zuletzt in Hamburg gesehen hatten, sind entspannt in Brisbane angekommen. Wir hatten unseren ersten ungeplanten Stopp in Frankfurt. Nach 6 Stunden auf dem Rollfeld, in dem die Benzinpumpe noch repariert werde musste, war die Crew zu müde, uns noch 12 Stunden nach Changi zu fliegen. Eine Nacht im Airport-Hotel und einige Cocktails später ging es dann los.