Archiv der Kategorie: Tiere

Eesti Morocco

Damals, 2016, in Estland war längst nicht klar, was aus ihm werden würde. Ehrlich gesagt, wir hatten uns Sorgen gemacht. Er war leicht zurückgeblieben, was das Fliegen anging. Wenn es regnete, und alle sich irgendwo untergestellt hatten, blieb er dumpf im Nest sitzen und ließ sich voll-subschen. Wir haben davon geträumt, dass er es einmal bis nach Afrika schaffen würde. Aber er hätte genauso gut in einem Zaun in Polen oder auf einer Müllkippe in Spanien enden können.

Nun, er hat es geschafft. Hier nennen ihn alle Alibab, na gut, ein Neuanfang unter anderem Namen is okay. Aber er hat eine gut aussehende Frau aus Lettland gefunden, auch das war nicht absehbar. Und es gibt bald Nachwuchs. Und das er hier in Afrika im Plastikmüll wühlt, hat einfach auch hygienische Gründe. Am Ende wird alles gut….

Noch mal Maya

Und dann gibt es noch Tulum, die einzige Maya-Siedlung am Meer. Wirklich sehr schön gelegen. Pittoresk.

Es ging hier wohl auch um Handel früher. Natürlich hatte man dafür einen eigenen Gott, der auch zuständig war für Krieg (sind halt Amerikaner hier). Überraschenderweise gönnt man sich hingegen eine eigene Göttin nur für Selbstmord, was darauf schließen lässt, dass man hier doch weitgehend spassbefreit gewesen ist. Man findet in Tulum auch keinen Spielplatz (vgl. andere Maya-Berichte).

 

 

 

 

 

 

 

Heute könnte man hier Echsen kicken. Die widerlichen Salamander hängen überall rum, hunderte in allen Größen. Und es gibt hier meterlange Schlangen. Wirklich nicht schön, was hier an Tieren vorgehalten wird.

 

 

Gibt aber auch noch mal schöne Bilder von Touristen.

Chichen Itza

Das großartigste an Chichen Itza ist bestimmt die Pyramide. Danach auf jeden Fall der Juego de Pelota, der ein Special kriegt.

Aber mein Persönlicher Geheimtipp sind die Opfersteine, einer schöner/schauriger als der andere (ich weiß dass das sonderbar klingt, aber keine Angst, ich habe eine Psychologin dabei).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und jetzt noch Fotos von uns,

 

 

 

 

und ein paar Tieren…

Kadaver

Die letzte größere Tierkollision im unmittelbaren Bekanntenkreis hatte Karl-Josef (Anfang der Achtziger, Moped vs. Reh). Hier treibt sich jeden Tag Viehzeug auf der Straße rum, was einen die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit reduzieren lässt. Die Liste ist lang: Nandu, Guanko, Pferd, Esel, Wüstenfuchs, Lama, Schaf, Ziege, Geflügel. Knapp war es mal mit einem Widder und einem Riesenhund. Nach einer Weile ist klar, das die Skelette am Fahrbahnrand nicht von der Tourismusbehörde so pittoresk angeordnet werden.

Gestern sind zwei dazu gekommen: Rind und Geier. Den Job hat aber wohl den Blechresten zur Folge ein Truck erledigt. ToiToiToi, noch ein Tag, und wir sind erst mal ‚runter von der Straße.

Ein weiteres Problem der Überlandreisen sind Wegelagerer (nicht solche wir der berühmte Gauchito Gil). In diesem über-militarisierten Land gibt es einfach zu viel Polizei, weil jede Provinz gleich mehrere Einheiten hat, die ja auch alle finanziert werden müssen. – Aber wir wollen fair bleiben, bei den ca. 30 Straßensperren und Willkür-Kontrollen gab es jetzt den ersten Fall, wo uns ein mopsiger Polizist und sein jefe Geld abpressen wollten. Wir haben dem getrotzt, obwohl die Riesen-Wummen hatten…

Eigentlich wollten wir nur nett in den Mond-ähnlichen Nationalpark Ischigualasto, Weltnaturerbe wegen seiner Dinosaurier. Die sind natürlich schon vor langer Zeit totgefahren worden, liegen aber noch ‚rum. Aber die Landschaft ist einfach bizarr-faszinierend.

never say never

Es gibt immer ein nächstes Mal, auch mit Pinguin.

Ganz zum Schluss sind wir also noch nach Cabo dos Bahias, weil es hier nicht so überlaufen ist mit Touristen (in Tombo waren es satte 20, hier heute 4 mit uns).

Und ganz zum Schluss haben sich alle diese extrovertierten Typen aus Patagonien zusammengestellt, um noch mal abgelichtet zu werden. Egal, dass man eigentlich ein scheues Steppenvieh ist, wenn man ins Internet will, stellt man sich auch neben diese f****** Pings. Selbst die drögen Speckies
haben sich nicht entblödet auf Foto-Shooting zu machen. Für uns is okay.Und ganz zum Schluss haben wir dann doch auch mal nett gegessen. Wenn man erstmal verstanden hat, hat Pollo hier nicht Pojo sondern Poschschscho heißt, wird man auch ohne halbes Rind am Spieß satt.

Morgen geht’s dann mit dem Flieger in Schlaraffenland: Mendoza! … Und dann gibt es auch garantiert keine Tierbilder mehr 😉

Punta Tombo

Heute haben wir ein Guanako mit 2 statt 4 Beinen gesehen. Dann heißt das nur kurz Nandu, und ist auch kein Kamel, sondern ein scheuer Laufvogel, ähnlich einem Emu oder Strauß, nur Tarnfarben-grau. Wie jeder hier im Spätfrühling hat der Nandu eine Herde Jungvieh, so ein Dutzend Hühner-großer Küken, die doof auf der Schotterpiste hin-und-her-rennen. Silke hat es tatsächlich geschafft, keines zu erlegen.

Zuletzt in Trelew wurde uns klar, dass die Pesos nur so in Hundertern durch unsere Finger rinnen. Der Argentinier will am liebsten US-Dollar,  die wir nicht haben, und ansonsten eben hunderte Pesos. Also haben wir uns in Punta Tombo zum Pinguin-Zählen verdingt, auf spanisch. Denn die hiesige Kolonie ist jüngst deutlich gewachsen, man hat hier eben Jungvieh im Frühling.

Da Silke nur die spanischen Zahlen bis sagen wir 490 beherrscht, blieb das Gros der Arbeit an mir hängen. And here are the results: In Punta Tombo leben 216.213 Pinguin-Paare. Ein paar Kerle haben sich aus dem Staub gemacht oder sind vom Orca verschluckt worden. Macht 400.012 Erwachsene. Jeder Paar hat 1,6 Junge. Leider hat der Puma eine Vorliebe für Jung-Pinguine, bleiben genau 725.210 (sietecientos venticinco mil doscientos y diez) Tiere.


Das ist die größte und wohlhabendste Kolonie von irgendwie, hier hat jede Familie einen Strauch für sich. Sehr eindrucksvoll. Genug Pinguine für den Rest des Lebens gesehen, geht es mal wieder weiter nach Süden. Jetzt is es echt einsam, in den vier Stunden bis Camarones haben wir genau zwei andere Autos getroffen, eins am Anfang und eins am Ende…

Promise and Delivery

Wir sind ans Ende der Welt geflogen, um unter anderem atemberaubende Tierszenen zu erleben.

Im Internet gibt es YouTube-Videos, wo gierige 6m lange Orcas sich langsam den Stränden der Peninsula Valdes nähern, um dann brutal kleine Robben direkt vom Strand zu erbeuten (Links auf Nachfrage). Klar, man kann auch tolle Seevögel (bestimmt selten, die letzten ihrer Art…) beobachten. Wir persönlich finden seit je her Kormorane ganz cool, wegen dem schwarzen Outfit.

Aber vor dem animalischen Showdown steht wieder mal eine längere Steppentour, diesmal auf Schotter. Und man muss den Argentiniern eines lassen: Wenn sie Guanakos versprechen, dann halten Sie das auch. [Aufforderung an die Leser: Sind Guanakos eher Antilopen (Silkes Hypothese), oder Ziegen-, Schafe-, sonstwas-Tiere (Andrés Hypothese)].

An der Küste angekommen, gibt es keine Monster, sondern nur chillende Robben („sorry, aber wir sind See-Löwen und See-Elefanten“). Und ein paar (hundert)Kilometer südlich -endlich- DEN Magellan-Pinguin. Aber selbst der sagt: Scheiss-windig hier in Patagonien!

Am Silberfluss

Nach 13 Stunden Nachtflug kommen wir ausgeschlafen im Sommer an. Über ganz Südamerika hat eine dicke undurchdringliche Wolkendecke gelegen, bis zum Rio de la Plata. Hier ist’s jetzt aber schön sonnig und heiß.

Wir sind erst mal nur 8 Stunden in Buenos Aires. Auf der Autobahn zwischen den beiden Flughäfen gab es alle 10 km einen schweren Unfall zu begaffen, meist mit Motorrad-Schrott und einem Auto auf dem Kopf. – Ich freu mich schon auf unsere Mietwagenreisen.

Tiere gab‘ auch zu sehen (da ich nicht mehr über Essen schreiben soll, gibt’s mehr mit Tieren).  Des Gauchos liebster Freund grast auch Stadt- und Autobahn-nah, und trauert besseren Zeiten in der Pampa nach.

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Am Fluss dann selbst, kann man nicht bis Uruguay gucken. Das hatte ich irgendwie erwartet, geht aber nicht (zu weit). Dafür beobachtet man den gemeinen BuenosAiresianer (siehe KualaLumpur-Beitrag, same problem) beim Angeln an der Promenade. Vielmehr, er lässt seinen Beton-Kumpel die Angel halten, und sitzt selbst mit Bierchen und Kumpels und Familie und Hund in der Trinkhalle um die Ecke.

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Wir haben jetzt Sonnenbrand, fliegen gleich weiter nach Süden in die Kälte Patagoniens, und hatten vielleicht für lange Zeit WLAN gehabt. Aber Beitrag steht 😉

 

Was mit Tieren…

„Zum ersten Mal in Schweden  Eesti und gleich ’nen Elch gesehen, ’nen Eeeeeeelch geseeeehn.“

Da fährt man in den Nationalpark, um dort ein paar nette Naturtage zu verbringen, und dann steht er da auch schon: Der Elch. Noch schaut er etwas frech, als wenn er sagen wollte „Wököleema? Üämöätak wegüpädee! (was guckst du? Geh weiter!)“. Aber das wird ihm schon vergehen. Er weiß ja nicht, dass er in unserem Hotel auf dem Speisezettel steht…

Nicht gegessen werden Adebar und seine Freunde. Die gibt es ganz viel im Baltikum, aber besonders hier in Vihula, wo wir jetzt sind. Und da es eben ein Gewitter gab, sieht man halt aus wie ein begossener Storch.

Gunung Machincang

Der Hinweis war: Nimm nie Lebensmittel mit in den Regenwald, iss alles vorher auf, AUCH das Maiskornbrötchen.
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Aber auf dem Weg zum Telaga Tujuh, einem netten Wasserfall weiter oben im Dschungel, wurden wir Opfer unseres Leichtsinns („den Rest essen wir im Gehen…“).

Hinter der nächsten Ecke lauerte Bandito, ein Pavian-ähnlicher Affe mit frechem breiten Gesicht. Er baute sich vor uns auf, und sagte sinngemäß: “ Brötchen her, oder ich spuck euch an mit Ebola!“ – Wir noch gelassen. Zur Untermauerung seines Anspruchs hat der dann aber 24 weitere seiner Kumpels herbeigerufen, alle kampferprobte Menschenfresser wie es schien. Wir also in Panik das Brötchen hingeworfen und weggerannt. War eh nicht lecker…

Der 2. panikähnliche Moment war die Auffahrt zum Namensgeber dieses Beitrags (ein Berg). Das geht nämlich mit einer Seilbahn.
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Man fragt sich: Wie funktioniert eigentlich eine Seilbahn? Und: Woher können die Malayen Seilbahn? Die Nachricht ist: Sie können, woher ist doch egal. Aber ziemlich schräg hoch geht es dann doch. Im Ergebnis: Es lohnt sich.
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Langkawi

Wir sind ja keine Backpacker, also verlassen wir KL nicht mit dem Bus, sondern wir fliegen nach Langkawi. Mit Malaysia Airways, ist bestimmt sicherer als mit dem Schiff…

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Langkawi ist eine Insel, und wenn LOST auf Oahu gedreht worden ist, hier hätte es spielen sollen.
Und da wir keine Backpacker sind, haben wir hier ein Resort. Die teuren Suiten im Meer haben die Emiratis, Saudis und Omanis. Dafür müssen deren Frauen auch in der Bade-Burka baden gehen, was so mit das Absurdeste ist, was die globale Modewelt so bietet.
Nein, wir haben ein Rainforest-Chalet. Liegt im Regenwald. Und es gibt Affen, aber vor allem Leguane (oder Salamander oder Eidechsen, wir sind ja kein Tierexperten). Die Echsen gibt es in allen Größen,
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von „S“ im Schlüsselanhänger-Format bis „L“ auf Beinlänge. XL gibt es bestimmt auch, aber denen will man nicht begegnen.

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Der Regenwald hält, was er verspricht. Nachts regnet es heftig, ansonsten ist es echt laut von unzähligen Tiergeräuschen. Keins von den Krachmachern kriegt man zu Gesicht, das bleibt ein Rätsel. Morgens ranken sich Pflanzen, die es abends zuvor noch nicht gab, Meter lang über den Weg. Eher eklig: Tausendfüßer von der Größe und dem Aussehen eines Hotdogs.
Apropos Essen. Wir essen malaysisch, indisch, chinesisch. Sehr lecker. Nur die See-Gurke rühren wir nicht an (die heisst wirklich sea cucumber, zumindest auf chino-englisch). Ein Ding, was nicht mal weiß ob es Fisch oder Pflanze ist, kommt nicht auf den Teller….

Acadia Regenpark

wpid-p1030567.jpgDer Reiseführer meint, der Acadia National-Park sei nicht kaputt zu fotografieren, recht hat er wohl! Schön aber leider regnerisch, findet auch diese Einheimische.

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Wie schon vor Tagen angekündigt, „Winter is coming“ – mit sehr viel Wasser, glücklicherweise derzeit noch in der ungefrorenen Form.

Der Indian summer ist damit leider für dies Jahr schon fast vorbei, aber es gibt sie noch, die traumhaften Herbstfarben:

 

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Suchbild mit …

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Pottwal! O.k. schon wieder Tiere – dafür dieses Mal beeindruckend gross und ganz schön weit draußen auf dem offenen Meer. Bei dem hohen Seegang und den schnellen Wendemanövern von Captain Riggs verstanden wir die „strong sea sick warning“ vom Einchecken. Nach etwas Suchen und Warten war er schliesslich da: Gischt sprühend, sich drehend und wendend. Noch ein bisschen pausieren und wieder abtauchen. Die begleitenden Delfine (und nicht etwa die 3 Touristenboote und der Hubschrauber!) störten ihn zu sehr, so hieß es.

Einheimische und Immigranten

Zahlreiche Leser flehen uns an: Schreibt doch mal wieder was über Tiere.

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Nun, was darf es sein: Albatrosse, Kormorane, Robben, Possum, Schafe? Unsere Wahl fällt auf den seltensten aber auf jedem 5$-Schein präsenten Gesellen, und weil der so süüüß watschelt, der kleine Sportler. We proudly present: Der Gelb-Augen-Pinguin.

Die 3.500 Artgenossen (endemisch, na klar) schwimmen morgens 40 Kilometer aufs Meer hinaus, um lecker Fisch zu essen. Wenn sie abends nach Hause kommen sind sie dennoch so fit, sich gewitzt den Teleobjektiven der humanoiden Beobachter zu entziehen. Als gestandene Tierfotografen begnügen wir uns mit einem Paparazzi-Snapshot.

 

Gelbaugen-Pinguin in Oamaru
Gelbaugen-Pinguin in Oamaru

 

 

 

Übrigens kommen Einwanderer heute aus aller Welt, dürfen allerdings meist ihre Haustiere nicht mitbringen. Hier eine Ausnahme.

 

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Kata Tjuta

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Wie so oft, gibt es neben den berühmten die unbekannten, aber vielleicht spannenderen Orte. Kata Tjuta ist ein Bergmassiv 50 km von Uluru entfernt. Die hiesigen Aborigionals sind Jahrtausende zwischen den beiden Bergen hin und her nomadisiert, immer auf der Suche nach Nahrung und neuen Geschichten für ihre Traumzeit.
Wir sind hier einsam gewandert und geklettert. Okay, es gibt ein Foto von uns beiden vor Landschaft, das hat Skippy gemacht, das rote Riesenkänguruh, dass sich Wanderern zuweilen als Scout anbietet.

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Sonst ist hier kaum jemand. Alle paar Kilometer haben Ranger kleine Hütten mit Trinkwasser positioniert. Wir hatten genug Wasser mitgeschleppt.
Just an so einer Hütte drehte Skippy plötzlich sein Gesäß in den Wind und erstarrte. Kurz darauf kamen die Sturzfluten.
Der gemeine Mtteleuropäer ist gemeinhin zu ungedudig, man sollte solche Wetterereignisse einfach ausharren. Als das Wasser aber die Berge runterfloss und unser Trampelpfad zum Flüsschen wurde, mussten wir Skippy sich selbst überlassen und unser eigenes Fell retten. (Anmerk.: zurück in D Kommentar auf Globetrotter-Page posten, das Wüstenstiefel auch unter Wasser sicheren Halt bieten.)

Noch mehr Tiere…

Im Aquarium von Townsville haben wir eine Schwester unserer Meeresschildkröte getroffen. Und natürlich Haie. Und Fische, die aussehen, als wenn ein 3.-Klässler im Kunstunterricht seinen Malkasten ausgenutzt hat.

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Und natürlich sie, die Qualle aller Quallen. Die dafür verantwortlich ist, dass wir von nun an nicht mehr ins Meer gehen. Und dass jeder im Notfall immer weiss, wo es für seinen Salat etwas Essig gibt.