St. Barnabas

Was bewegt Leute, ihre angestammte Heimat zu verlassen und ans Ende der Welt zu ziehen? Okay, man bekommt die Antwort in Auswanderer-Sendungen. Es ist einfach total attraktiv, als gestresster Immobilienmakler aus Schwabing oder Banker aus Quickborn florierende Hotdog-Buden in Miami-Beach zu betreiben.
Die Leute früher waren edelmütiger und Abenteuer-lustiger. So auch die Neuseeländischen Einwanderer.
Die heutigen Kiwis bestehen darauf, dass sie – anders als die deportierten Aussies – freiwillig hier hergekommen sind. Und was findet man dann nach einer halben Erdumrundung vor? Richtig, Heimat!
Die Gegend um Dunedin sieht aus wie Schottland, Leute und Straßen heißen schottisch, und man tut schottische Dinge. Wenn da nicht die komischen Tiere wären, aber dazu später.
Wir sind bekennende Friedhof-Besucher, wenn wir irgendwo unterwegs sind. Man kann ’ne Menge zwischen den Zeilen auf Grabsteinen lesen. In einem so jungen Einwanderer-Land hat man nun eine Totalerfassung:

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Jeder, der hier je gestorben ist, liegt mit Kommentaren versehen da. Wird ein Dorf gegründet, steht der Bau der Kirche und unmittelbar danach die erste Beerdigung an. St. Barnabas in-the-middle-of-nowhere ist so ein Beispiel dafür, dass man Siedlungsgeschichte (und andere rührseelige Tragödien) von den Steinen lesen kann.

 

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